QTH-Wechsel beim OV-Abend

Neues Jahr, neuer Treffpunkt: Ab Februar 2023 treffen wir uns monatlich nicht mehr im Saalbau Bornheim, sondern im Saalbau Haus Ronneburg in Preungesheim. Das hat mehrere Gründe, vor allem aber die wiederholt prekäre Parksituation vor Ort in Bornheim bei Anreise mit dem Auto, als auch das Restaurant in Bornheim im gleichen Saalbau, das vor einiger Zeit von einem neuen Pächter übernommen wurde und derzeit nicht wirklich unseren Anforderungen entspricht.

Ganz anders der neue Treffpunkt SAALBAU Haus Ronneburg in der Gelnhäuser Str. 2, 60435 Frankfurt am Main im Raum “Torhaus” (Clubraum 1). Wenn man ins Gebäude reinkommt, dann gleich links den Gang runter und dann nochmal nach links. Der neue Raum hat die aus meiner Sicht perfekte Größe für uns, bequeme Stühle, gutes Licht und wir können mit einem Verlängerungskabel sogar ein Beamerbild gut an die Wand werfen.

Ein Xiegu X6100 (ohne Antennen) als Beispielobjekt moderner Technik auf meinem Laptop während des Vortrags von Ignacio (DL1IGC).

Das hatte unser stellvertretende OVV Ignacio (DL1IGC) dann auch sogleich für einen Vortrag über Arduinos und Raspberry Pi Entwicklerplatinen genutzt und deren mögliche Einsatzzwecke im Amateurfunk vorgestellt.

Ignacio hat inzwischen SEHR viele kleine Platinchen aus dem Bereich zusammengetragen und sie alle mal in der Runde herumgehen lassen. Aber auch vor der Videokamera hatten Christoph (DB9CBA) und Sandra (D05FBM) die verschiedenen Geräte gehalten, denn auch das war eine Neuerung: Erstmals ist es uns gelungen, den OV-Abend richtig (also mit richtiger Kamera und eigenem Mikrofon) via ZOOM ins Internet zu übertragen. So fanden sich vor Ort ca. 10 OM & YL zusammen, online waren dann noch 9 weitere dazugeschaltet. Das finde ich ziemlich großartig und ich möchte allen beteiligten hiermit für ihren Einsatz danken. Gerade mit Stativ, guter Webcam und externem Konferenzmikrofon kann man so eine Übertragung viel professioneller gestalten als wenn jeder nur zu Hause vor seinem Laptop sitzt. In Zeiten des Internets sollte das eigentlich eine Selbstverständlichkeit werden, es bedarf aber immer etwas technischer Vorbereitung.

Übrigens ist der Mobilfunkempfang vor Ort gut. So hatte ich an meinem Lenovo T480S mit LTE-Modem einen Durchsatz von 110 Mbit/s. Aber noch viel wichtiger als das wird hoffentlich bald die Option sein, das Gästenetzwerk des Hauses nutzen zu können.

Eine Besonderheit war hier auch, dass die komplette Präsentation auf einem Raspi lief, so dass die Folien für die Zoom-Übertragung auf einem extra Rechner dargestellt werden mussten.

Dank einer Leihgabe haben wir jetzt auch einen lichtstärkeren Beamer, so dass hier für zukünftige Vorträge die technischen Möglichkeiten verbessert wurden.

Der Saalbau Haus Ronneburg ist natürlich auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die U-Bahnlinie U5 hält in ein paar Gehminuten Entfernung, so dass es wirklich optimal ist.

Auch das Restaurant kann mit deftiger, kroatischer Küche überzeugen und befinden sich im gleichen Gebäude. Das ist uns wirklich wichtig, weil es ein noch geselligeres Treffen und einen weiterführenden Austausch ermöglicht. Falls unsere Veranstaltung länger dauern sollte als geplant, können wir  Essensbestellungen auch schon vorab aufgeben. Es gibt ja auch Ortsvereine, die sich nur noch direkt zum Schnitzel im Restaurant verabreden. 🙂

Eigentlich fehlt uns jetzt in Frankfurt nur noch ein gutes, für alle benutzbares, frei zugängliches Shack, mit guter Antennenanlage und guter Barrierefreiheit. Dann wäre es perfekt.

SK Thomas, DL2MEP

Thomas, DL2MEP (SK)

Wenn es etwas gibt, dass unser Hobby Amateurfunk auszeichnet, dann ist es ganz sicherlich der sog. Ham Spirit: Die Hilfsbereitschaft der Funkamateure, sich untereinander zu helfen. Ganz selbstlos, ohne Ego, ohne Besserwisserei mit Sachverstand aushelfen und zum Gesamterlebnis positiv beitragen.

Beim Frankfurter Ortsverband F05 des Deutschen Amateur Radio Club (DARC e.V.) gab es jahrelang einen Gast, der schon einige Jahre in der Nähe von Frankfurt gewohnt hatte und doch auch immer noch seinem Heimat-OV C26 in Eching als Mitglied voll erhalten blieb. Bei uns war er also offiziell nur Gast, aber inoffiziell gehörte er zu unserem Kernteam.

Dr.-Ing. Thomas Falk, DL2MEP, war einer dieser wunderbar feinen Charaktere, die immer freundlich, immer hilfsbereit, immer ausgeglichen und unaufgeregt, immer fachlich korrekt und vor allem sehr geduldig zur Stelle war. Er beteiligte sich immer an unserem kleinen Vereinsleben, in den letzten Jahren führte er oft das Protokoll während der OV-Abende, das er mir dann zur Veröffentlichung zeitnah zuschickte.

DL2MEP beim Contest im Juni 2018

Bei den Contesten war er stets dabei und erklärte geduldig, was man wie zu beachten habe und trug so nicht ganz unwesentlich zu den Platzierungen von F05 bei. Conteste sind eigentlich nicht so mein Ding, aber sie waren für uns auf der anderen Seite auch eine wunderbare Möglichkeit, mit ihm Zeit vor einem Transceiver zu verbringen.

Wenn ich an den Amateurfunk denke, dann sind solche OM wie Thomas genau der Grund, wieso das Hobby auch in 2022 noch lohnenswert erscheint. Man ist dann einfach auch mit guten Menschen zusammen, die sich technisch für die gleichen Dinge begeistern können und ganz wertfrei zum eigenen Weiterkommen beitragen.

Thomas, der am 29. Oktober 2022 im Alter von nur 54 Jahren völlig unerwartet im Schlaf verstarb, wird in seinem Wirken eine große Lücke bei uns in F05, aber auch in der ganzen Region hier hinterlassen.

Erinnern möchten wir an dieser Stelle auch mit ein paar Bildern von vergangenen Veranstaltungen des F05, auf denen Thomas aktiv bei der Mitarbeit zu sehen ist.